Was fürs Herz

Nachstehend findet Ihr eine Auswahl schöner Texte zum Nachdenken, die ich im Laufe der Jahre per eMail zugeschickt bekommen oder im Internet gefunden habe. Natürlich muss man in der richtigen Stimmung sein, um sie auf sich wirken zu lassen... Mir haben sie auf alle Fälle immer sehr geholfen, wenn ich mal wieder das Wesentliche aus den Augen verloren habe! Vielleicht ist für Euch ja auch die eine oder andere Anregung dabei. Viel Spass! (Einige der Texte fand ich auf Englisch einfach schöner, deshalb habe ich sie so stehen lassen... Auf Wunsch kann ich Euch aber gerne die deutsche Übersetzung zumailen - eine kurze Nachricht genügt!) 

 

 

DESIDERATA - DIE LEBENSREGEL VON BALTIMORE
Max Ehrmann (1872-1945)

GEH DEINEN WEG GELASSEN IM LÄRM UND IN DER HEKTIK DIESER ZEIT, UND BEHALTE IM SINN DEN FRIEDEN, DER IN DER STILLE WOHNT.

BEMÜHE DICH, MIT ALLEN MENSCHEN AUSZUKOMMEN, SOWEIT ES DIR MÖGLICH IST, OHNE DICH SELBST AUFZUGEBEN.

SPRICH DAS, WAS DU ALS WAHR ERKANNT HAST, KLAR AUS, UND HÖRE ANDEREN MENSCHEN ZU, AUCH DEN LANGWEILIGEN UND UNWISSENDEN, DENN AUCH SIE HABEN ETWAS ZU SAGEN.


MEIDE AUFDRINGLICHE UND AGGRESSIVE MENSCHEN, DENN SIE SIND EIN ÄRGERNIS FÜR DEN GEIST.

VERGLEICHE DICH NICHT MIT ANDEREN, DAMIT DU NICHT EITEL ODER BITTER WIRST, DENN ES WIRD IMMER MENSCHEN GEBEN, DIE GRÖSSER SIND ALS DU, UND MENSCHEN, DIE GERINGER SIND.

ERFREUE DICH AN DEM, WAS DU SCHON ERREICHT HAST, WIE AUCH AN DEINEN PLÄNEN.

BLEIBE AN DEINEM BERUFLICHEN FORTKOMMEN INTERESSIERT, WIE BESCHEIDEN ES AUCH SEIN MAG; ES IST EIN ECHTER BESITZ IN DEN WECHSELFÄLLEN DER ZEIT.

SEI VORSICHTIG IN DEN GESCHÄFTLICHEN ANGELEGENHEITEN, DENN DIE WELT IST VOLLER TRUG. LASS DICH JEDOCH DADURCH NICHT BLIND MACHEN FÜR DIE TUGEND, DIE DIR BEGEGNET.

VIELE MENSCHEN HABEN HOHE IDEALE, UND WO DU AUCH HINSIEHST, EREIGNET SICH IM LEBEN HELDENHAFTES.

SEI DU SELBST, UND, WAS GANZ WICHTIG IST, TÄUSCHE KEINE ZUNEIGUNG VOR.

HÜTE DICH DAVOR, DER LIEBE ZYNISCH ZU BEGEGNEN, DENN TROTZ ALLER DÜRREPERIODEN UND ENTTÄUSCHUNGEN IST SIE BESTÄNDIG WIE DAS GRAS.

NIMM DEN RAT, DEN DIR DIE LEBENSJAHRE GEBEN, FREUNDLICH AN, UND LASS MIT WÜRDE AB VON DEM, WAS ZUR JUGENDZEIT GEHÖRT.

STÄRKE DIE KRAFT DEINES GEISTES, SO DASS SIE DICH SCHÜTZT, WENN EIN SCHICKSALSSCHLAG DICH TRIFFT. DOCH HALTE DEINE PHANTASIE IM ZAUM, DAMIT SIE DICH NICHT IN SORGE VERSETZT.

VIELE ÄNGSTE WURZELN IN ERSCHÖPFUNG UND EINSAMKEIT.

ÜBE GESUNDE SELBSTDISZIPLIN, DOCH VOR ALLEM, SEI GUT ZU DIR.

DU BIST EIN KIND DES UNIVERSUMS, NICHT WENIGER ALS DIE BÄUME UND DIE STERNE: DU HAST EIN RECHT, DA ZU SEIN.

UND OB ES DIR NUN BEWUSST IST ODER NICHT: GANZ SICHER ENTFALTET SICH DAS UNIVERSUM SO, WIE ES IHM BESTIMMT IST. LEBE DAHER IN FRIEDEN MIT GOTT, WIE AUCH IMMER DU IHN DIR VORSTELLST.

UND WORAUF DU DEINE ANSTRENGUNGEN AUCH RICHTEST, WAS ES AUCH IST, DAS DU ERSTREBST, IM LÄRMENDEN DURCHEINANDER DES LEBENS SEI MIT DIR SELBST IM REINEN.

TROTZ ALLEN TRUGS, ALLER MÜHSAL UND ALLER ZERBROCHENEN TRÄUME IST DIE WELT DOCH WUNDERSCHÖN.

SEI HEITER.

STREBE DANACH, GLÜCKLICH ZU SEIN.

 

 

Once upon a time there was an island where all the feelings lived - Happiness, Sadness, Knowledge, and all the others, including Love.

One day it was announced to all of the feelings that the island was going to sink to the bottom of the ocean. So all the feelings prepared their boats to leave.

Love was the only one that stayed. She wanted to preserve the island paradise until the last possible moment.

When the island was almost totally under, Love decided it was time to leave. She began looking for someone to ask for help.

Just then Richness was passing by in a grand boat. Love asked, "Richness, can I come with you on your boat?" Richness answered, "I'm sorry, but there is a lot of silver and gold on my boat and there would be no room for you anywhere."

Then Love decided to ask Vanity for help who was passing in a beautiful vessel. Love cried out, "Vanity, help me please." "I can't help you", Vanity said, "You are all wet and will damage my beautiful boat."

Next, Love saw Sadness passing by. Love said, "Sadness, please let me go with you." Sadness answered, "Love, I'm sorry, but, I just need to be alone now."

Then, Love saw Happiness. Love cried out, "Happiness, please take me with you." But Happiness was so overjoyed that he didn't hear Love calling to him.

Love began to cry. Then, she heard a voice say, "Come Love, I will take you with me." It was an elder.

Love felt so blessed and overjoyed that she forgot to ask the elder his name. When they arrived on land the elder went on his way. Love realized how much she owed the elder.

Love then found Knowledge and asked, "Who was it that helped me?" "It was Time", Knowledge answered.

"But why did Time help me when no one else would?”, Love asked. Knowledge smiled and with deep wisdom and sincerity, answered, “Because only Time is capable of understanding how great Love is."

 

 

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht bei einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war kaltherzig und ließ die Engel nicht im Gästezimmer der Villa übernachten, sondern wies ihnen ein kleines Plätzchen im kalten Keller des Hauses zu.

Während sie ihre Betten auf dem harten Fußboden machten, entdeckte der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Der jüngere Engel fragte sich, warum, und der ältere erklärte: “Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen.”

Die nächste Nacht verbrachte das Paar auf der Farm einer armen, aber sehr gastfreundlichen Bauernfamilie. Nachdem der Bauer und seine Frau das bisschen Essen, das sie hatten, mit den Engeln geteilt hatten, überließen sie ihnen ihr Bett, in dem sie gut schlafen konnten.

Als die Sonne am nächsten Morgen aufging, fanden die Engel den Bauern und seine Frau weinend vor. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihre einzige Einnahmequelle war, lag tot auf der Wiese.

Der junge Engel war verzweifelt und fragte den älteren: “Wie konntest Du das nur zulassen? Der erste Mann hatte alles, und Du hast ihm geholfen!” beklagte er sich. “Die zweite Familie hatte wenig und war bereit, alles zu teilen, und du lässt ihre Kuh sterben...”

“Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen”, entgegnete der ältere Engel. “Als wir im Keller der Villa waren, habe ich entdeckt, dass hinter dem Loch in der Wand Gold gelagert war. Da der Hausbesitzer so habgierig war und sich nicht bereit zeigte, sein Vermögen zu teilen, habe ich die Wand versiegelt, so dass er es nicht finden wird. Als wir dann letzte Nacht im Bett der Bauernfamilie schliefen, kam der Todesengel, um die Bäuerin zu sich zu holen. Ich habe ihm statt dessen die Kuh überlassen. Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen.”

Und genau so ist es, wenn Dinge nicht so laufen, wie wir es uns vorstellen. Wenn Du Vertrauen in das Leben hast, musst Du nur daran glauben, dass alles sich immer zu Deinem Vorteil entwickelt. Du wirst es vielleicht erst einige Zeit später verstehen....


 

The paradox of our time in history is that we have taller buildings, but shorter tempers; wider freeways, but narrower viewpoints; we spend more, but enjoy it less.

We have bigger houses and smaller families; more conveniences, but less time; we have more degrees, but less sense; more knowledge, but less judgment; more experts, but less solutions; more medicine, but less wellness.

We have multiplied our possessions, but reduced our values. We talk too much, love too seldom, and hate too often.

We've learned how to make a living, but not a life; we've added years to life, not life to years.

We've been all the way to the moon and back, but have trouble crossing the street to meet the new neighbour.

We've conquered outer space, but not inner space; we've cleaned up the air, but polluted the soul; we've split the atom, but not our prejudice.

We have higher incomes, but lower morals; we've become long on quantity, but short on quality. These are the times of tall men, and short character; steep profits, and shallow relationships.

These are the times of world peace, but domestic warfare; more leisure, but less fun; more kinds of food, but less nutrition.

These are days of two incomes, but more divorce; of fancier houses, but broken homes.

It is a time when there is much in the show window and nothing in the stockroom.

A time when technology can bring this letter to you, and a time when you can choose either to forward this message and make a difference...

... or just hit “delete”.


 

Sein Name war Fleming, und er war ein armer schottischer Farmer. Eines Tages, während er arbeitete, um seine Familie zu ernähren, hörte er einen Hilfeschrei aus dem nahegelegenen Sumpf. Er ließ sein Werkzeug fallen und eilte hin.

Dort fand er, bis zur Taille im schwarzen Schlamm festsitzend, einen erschrockenen Jungen, der schreiend kämpfte, um sich zu befreien. Farmer Fleming rettete den Jungen vor dem, was ein langer und qualvoller Tod hätte sein können.

Am nächsten Tag fuhr in der spärlichen Umgebung des Farmers ein phantastischer Wagen vor. Ein elegant gekleideter Adliger stieg aus und stellte sich als der Vater des Jungen, den Fleming gerettet hatte, vor.

„Ich möchte Sie belohnen“, sagte der Adlige. „Sie haben meinem Sohn das Leben gerettet.“

„Nein, ich kann für das, was ich getan habe, kein Geld annehmen!“, sagte der Farmer und wies das Angebot des Adligen zurück.

In diesem Augenblick erschien der eigene Sohn des Farmers vor der Tür der Hütte.

„Ist das Ihr Sohn?“, fragte der Adlige.

„Ja“, antwortete der Farmer stolz.

„Ich mache Ihnen ein Angebot. Erlauben Sie mir, ihm dieselbe schulische Ausbildung zu ermöglichen, die mein Sohn genießen wird. Wenn der Junge auch nur ein bisschen so ist wie sein Vater, wird er zweifellos zu einem Mann heranwachsen, auf den wir beide stolz sein werden.“

Und das tat er auch. Farmer Fleming’s Sohn besuchte die allerbesten Schulen und absolvierte rechtzeitig die St. Mary’s Hospital Medical School in London. Er wurde weltbekannt als der berühmte Sir Alexander Fleming, der Entdecker des Penicillin.

Jahre später erkrankte derselbe Sohn des Adligen, den Farmer Fleming aus dem Sumpf gerettet hatte, an Lungenentzündung. Was hat sein Leben diesmal gerettet?

Penicillin.

Der Name des Adligen? Lord Randolph Churchill.
Der Name seines Sohnes? Sir Winston Churchill.

Jemand sagte einmal: Was man gibt, bekommt man auch zurück.


 

On the very first day, God created the cow. He said to the cow, "Today I have created you! As a cow, you must go to the field with the farmer all day long. You will work all day under the sun! I will give you a life span of 50 years."

The cow objected, "What? This kind of tough life you want me to live for 50 years? Let me have 20 years, and the 30 years I'll give back to you." So God agreed.

On the second day, God created the dog. God said to the dog, "What you are supposed to do is to sit all day by the door of your house. Any people that come in, you will have to bark at them! I'll give a life span of 20 years."

The dog objected, "What? All day long to sit by the door? No way! I give you back my other 10 years of life!" So God agreed.

On the third day, God created the monkey. He said to the monkey, "Monkeys have to entertain people. You've got to make them laugh and do monkey tricks. I'll give you 20 years life span."

The monkey objected. "What? Make them laugh? Do monkey faces and tricks? Ten years will do, and the other 10 years I'll give you back." So God agreed.

On the fourth day, God created the man and said to him, "Your job is to sleep, eat, and play. You will enjoy very much in your life. All you need to do is to enjoy and do nothing. This kind of life, I'll give you a 20 year life span."

The man objected. "What? Such a good life! Eat, play, sleep, do nothing? Enjoy the best and you expect me to live only for 20 years? No way, man!... Why don't we make a deal? Since the cow gave you back 30 years, and the dog gave you back 10 years and the monkey gave you back 10 years, I will take them from you! That makes my life span 70 years, right?"
So God agreed.

AND THAT'S WHY... In our first 20 years, we eat, sleep, play, enjoy the best and do nothing much. For the next 30 years, we work all day long, suffer and get to support the family. For the next 10 years, we entertain our grandchildren by making monkey faces and monkey tricks. And for the last 10 years, we stay at home, sit by the front door and bark at people!


 

Es war einmal ein kleines Mädchen, das ständig in Zorn ausbrach. Seine Mutter gab ihm ein Säckchen voll Nägel und sagte ihm, dass es jedesmal, wenn es die Geduld verliert, einen Nagel an die Rückseite des Zauns hämmern soll.

Am ersten Tag hämmerte das Mädchen 37 Nägel in den Zaun. In den nächsten paar Wochen nahm die Zahl der Nägel kontinuierlich ab, da es gelernt hatte, seine Wut zu kontrollieren. Es hatte herausgefunden, dass es einfacher war, seinen Zorn zu beherrschen, als Nägel in den Zaun zu schlagen.

Schließlich kam der Tag, an dem das Mädchen kein einziges Mal wütend wurde. Es berichtete seiner Mutter davon, und diese schlug vor, dass das Mädchen nun für jeden Tag, an dem es seinen Ärger unter Kontrolle hatte, einen Nagel aus dem Zaun ziehen soll.

Die Tage vergingen, und das Mädchen berichtete seiner Mutter eines Tages, dass es nun alle Nägel aus dem Zaun gezogen hat. Die Mutter nahm die Tochter bei der Hand und führte sie an den Zaun.

Sie sagte: „Das hast Du gut gemacht, mein Mädchen, aber schau Dir einmal die Löcher im Zaun an. Der Zaun wird nie wieder derselbe sein wie früher. Wenn Du im Zorn Dinge sagst, hinterlassen sie Narben so wie diese hier. Du kannst jemanden mit einem Messer verletzen und es wieder herausziehen. Es spielt keine Rolle, wie oft Du um Verzeihung bittest – die Wunde wird immer bleiben! Eine verbale Wunde ist genauso schlimm wie eine körperliche.“


 

Memories are made of things
That happen everyday
Moments as we live them
Things we do or say

It's little bit and pieces
Of laughter mixed with tears
It's paragraphs and pages
Written through the years

It's the carefree days of childhood
And the growing pains of youth
It's a few illusions shattered
For the endless search for truth

It's friendships we remember
Mistakes that we regret
It's an ending of a love affair
We never could forget

But since memories keep building
Each day could be the start
Of making new and happy ones
To store within the heart!


 

Ein englischer Journalist unternahm folgenden Test: Er stellte sich mit EINEM Brot in der Hand in verschiedenen Städten an eine belebte Straßenecke und forderte die Vorübergehenden auf, für dieses Brot eine Stunde lang zu arbeiten. Was geschah? In Hamburg wurde er ausgelacht. In New York wurde er festgenommen. In Nigeria wollten etliche Leute drei Stunden, und in Neu Delhi mehrere hundert Personen einen ganzen Tag lang arbeiten - FÜR EIN BROT!


 

As I was walking down life's highway
many years ago
I came upon a sign that read
Heavens Grocery Store.

When I got a little closer
the doors swung open wide
And when I came to myself
I was standing inside.
I saw a host of angels.

They were standing everywhere
One handed me a basket
and said "My child shop with care."

Everything a human needed
was in that grocery store
And what you could not carry
you could come back for more

First I got some Patience.
Love was in that same row.
Further down was Understanding,
you need that everywhere you go.

I got a box or two of Wisdom
and Faith a bag or two.
And Charity of course
I would need some of that too.

I couldn't miss the Holy Ghost
It was all over the place.
And then some Strength and Courage
to help me run this race.

My basket was getting full
but I remembered I needed Grace,
And then I chose Salvation for
Salvation was for free
I tried to get enough of that
to do for you and me.

Then I started to the counter to pay my grocery bill,
For I thought I had everything to do the Masters will.
As I went up the aisle
I saw Prayer and put that in,
For I knew when I stepped outside
I would run into sin.

Peace and Joy were plentiful, the last things on the shelf.
Song and Praise were hanging near so I just helped myself.

Then I said to the angel "Now how much do I owe?"
He smiled and said "Just take them everywhere you go."

Again I asked "Really now,
How much do I owe?"
"My child" he said, "God paid your bill a long
long time ago!“


 

Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau und holte ein in Seidenpapier gehülltes Päckchen heraus. Es war nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin.

Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze. "Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren. Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie. Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren. Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!" Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden.
Seine Frau war gestorben.

Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen besonderen Anlass auf! Jeder Tag, den du lebst, ist ein besonderer Anlass.”

Ich denke immer noch an diese Worte - sie haben mein Leben verändert. Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger. Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft, ohne auf das Unkraut im Garten zu achten. Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden und weniger Zeit bei der Arbeit.

Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt. Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf. Ich benutze täglich meine Kristallgläser.

Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke, um in den Supermarkt zu gehen. Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf, wenn ich Lust darauf habe, anstatt sie für Festtage aufzuheben. Sätze wie z. B. "Eines Tages..." oder "An einem dieser Tage..." sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden. Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird (ein "morgen", das wir oft zu leicht nehmen). Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte. Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen. Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre (ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.

Es sind diese kleinen, unerledigten Dinge, die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste, dass meine Tage gezählt sind.

Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben, mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in Verbindung hätte setzen sollen. Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben, die ich "an einem dieser Tage" schreiben wollte. Genervt, meinen Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben, wie sehr ich sie liebe.

Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr auf, was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte. Ich sage mir, dass alles etwas Besonderes ist... Jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute sind etwas Besonderes.


 

Once upon a time there was a child ready to be born. So one day the child asked Jesus: "They tell me that you are sending me to Earth tomorrow, but how am I going to live down there, being so small and helpless?"

And Jesus answered, "I chose an angel for you. She will be waiting for you and will take care of you."

"But here, in Heaven, all I ever do is sing and smile and play and laugh. That's enough for me to be happy."

"Your angel will sing for you and will smile for you every day. And you will feel your angel's love and be happy."

"And how am I going to be able to understand when people talk to me if I don't know the language that men speak?"

"Your angel will speak to you using the sweetest, most beautiful words you will ever hear; and with much patience and care, your angel will teach you how to speak."

"And what am I going to do when I want to talk to You?"

"Your angel will place your hands together and will teach you how to pray."

"I've heard that on Earth there are bad men. Who will protect me?"

"Your angel will defend you, even if it means risking her life."

"But I will be sad because I will not see You anymore."

"Your angel will talk to you about Me, and will teach you the way for you to come back to Me, though I will always be beside you."

At that moment there was silence in Heaven as prayers filtered up from Earth, and the child asked softly, "Jesus, if I am about to leave now, would you please tell me my angel's name?"

"You will call your angel… Mother."


 

Ein Investmentbanker stand in einem kleinen mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prächtigen Fang und fragte, wie lange er dazu gebraucht hätte.

Der Mexikaner antwortete: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."

Daraufhin fragte der Banker, warum er denn nicht länger auf See geblieben sei, um noch mehr Fische zu fangen. Der Mexikaner sagte, die Fische reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.

Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?"

Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe im Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Wie Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben."

Der Banker erklärte: "Ich bin ein Harvard-Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganze Flotte haben.

Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schließlich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann Ihr florierendes Unternehmen leiten."

Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies alles dauern?"


Der Banker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."

 

Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"

 

Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, könnten Sie mit Ihrem Unternehmen an die Börse gehen, Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."

Der Mexikaner fragte: "Millionen. Und dann?"


Der Banker: "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen."


 

To realize
the value of ten years:
Ask a newly divorced couple.

To realize
the value of four years:
Ask a graduate.

To realize
the value of one year:
Ask a student who has failed a final exam.

To realize
the value of nine months:
Ask a mother who gave birth to a stillborn.

To realize
the value of one month:
Ask a mother who has given birth to a premature baby.

To realize
the value of one week:
Ask an editor of a weekly newspaper.

To realize
the value of one hour:
Ask the lovers who are waiting to meet.

To realize
the value of one minute:
Ask a person who has missed the train, bus or plane.

To realize
the value of one second:
Ask a person who has survived an accident.

To realize
the value of one millisecond:
Ask the person who has won a silver medal in the Olympics.

Time waits for no one. Treasure every moment you have.
You will treasure it even more when you can share it with
someone special.

To realize the value of a friend:
Lose one.

 

 

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei der zusammengekauerten Gestalt am Wegesrand blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, daß sie kaum zu hören war.

"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

"Ich... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."

Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und sie spüren die Stiche in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht mehr fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."

Die Traurigkeit schwieg nun. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber.... aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

"ICH BIN DIE HOFFNUNG."